Wirtschaft

Die geographische Lage, das Klima und die Geschichte sind wesentliche Gründe für die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Probleme. In Nepal, dem zweitärmsten Land Südasiens, arbeiten die meisten Menschen in der Landwirtschaft. Angebaut werden Reis, Kartoffel, Mais und weitere Getreidesorten. 80 % der Exportgüter sind landwirtschaftliche Produkte. BIP 2015

Die Industrie, die sich rund um Kathmandu befindet, beschäftigt relativ wenige Menschen. Umweltverschmutzung und soziale Missstände sind weitere zu lösende Schwierigkeiten. Als wirtschaftliche Zukunft gelten Hydro- oder Solarprojekte. Die schlechte Infrastruktur und die vielen Naturkatastrophen sind nicht unerhebliche Ursachen für die ungünstigen Bedingungen der Industrialisierung. Die politische Situation schwächt die Wirtschaft zusätzlich.

Die Minderheit der Nepali arbeiten im Dienstleistungssektor. Die Haupteinnahmequelle ist der Tourismus. Ca. 500.000 Menschen reisen jährlich (Stand: 2014) nach Nepal. Viele Sherpas verdienen ihr Einkommen über ihre Tätigkeit als Trekking-Guide. Auch die Porter verdienen einen Teil des Lebensunterhaltes mit dem Tragen des Gepäckes der Touristen.

Das Pro-Kopf-Einkommen im Jahr liegt bei rund 690 Euro (Stand 2015) und die Inflationsrate beträgt ca. 8,5%.

 

Verkehrswege

Das Straßennetz reicht weder im eigenen Land, noch zu den beiden Nachbarländern Indien und China. Indien ließ in den 50er Jahren eine Straße nach Kathmandu bauen. China baute die Straße von Lhasa nach Kathmandu. Später in den 70er Jahren wurde die Hauptverbindungsstraße zwischen Pokhara und Kathmandu (Länge 240 km) gebaut. Diese 3 Hauptstraßen sind die Anbindung an die beiden Nachbarstaaten.
Weitere Verkehrswege können nur sehr mühsam erschlossen werden. Der Himalaya und die starken Monsunregenfälle sind Hindernisse, die selbst neue Straßen rasch beschädigen. Hänge werden dabei unterspült und Erdrutsche ausgelöst.

Der Transport von Wirtschaftsgütern dauert lange und die Wirtschaft leidet darunter. Der Abbau von Rohstoffen (Quarz, Schiefer, kleine Mengen von Kupfer, Kobalt und Eisenerz, sowie weitere vermutete Rohstoffen von Gold, Kohle, Blei) sind unrentabel.